Academia da Espada 

Seit dem 08.03.2021 sind wir offizielles Mitglied der Academia da Espada. Der Name stammt aus der galicischen Übersetzung von Gérard Thibault d'Anvers Fechtbuch "Academie de l'Espée" (1630) und bedeutet so viel wie Akademie des Schwerts.

Die Academia da Espada wurde 2004 von Maestro Ton Puey in A Coruña, Spanien (Galicien) gegründet. Sie ist eine Fechtschule, die sich auf La Verdadera Destreza konzentriert und national, wie international hoch anerkannt ist. Über den Hauptstandort A Coruña hinaus gibt es mehrere Tochterschulen und -vereine, sowohl in Spanien, als auch international, z.B. in Griechenland, den USA und in Irland. Die nationalen und internationalen Verzweigungen werden derzeit ausgebaut.

  • Facebook
  • Instagram
  • YouTube
IMG_1285.PNG.png

Maestro Ton Puey

Das bekannteste Aushängeschild der Academia da Espada ist aber zweifelsfrei Maestro Ton Puey. Nachdem er in seiner Kindheit und Jugend Shotokan Karate praktiziert hatte, begann er 1995 mit dem Sportfechten und fand 2003 seinen Weg ins historische Fechten. Sein Interesse am Schwert führte ihn zu La Verdadera Destreza, einem Fechtstil basierend auf spanischen und portugiesischen Quellen des 16. und 17. Jahrhunderts. Er entschied sich dazu sich auf diese Disziplin zu spezialisieren.

Darüber hinaus ist er Gründungsmitglied der AGEA (Asociación Galega de Esgrima Antiga), Ehrenmitglied der FEEH (Spanischer Verband des historischen Fechtens), Mitglied des Redaktionsvorstands und Vizepräsident des Herausgebers der AGEA (einer der längsten und regelmäßig publizierende Verlage des historischen Fechtens und spezialisiert auf das iberische Fechten) und Mitglied der HEMAC (einer der ersten europäischen Verbände von Forschern und Praktikern des historischen Fechtens in Europa). 2015 wurde er von HEMA Portugal als Maestro de Armas anerkannt und 2018 als erster nicht-italienischer historischer Fechtmeister vom italienischen Fechtverband.

Er ist derzeit technischer Direktor und Fechtmeister der Academia da Espada. Wie oben bereits erwähnt konzentriert sich diese auf das Studium von La Verdadera Destreza mit den damals zeitgenössischen Waffen, insbesondere mit der Hauptwaffe, dem Rapier, oder diese in Kombination mit dem Dolch, dem Buckler oder der Rotella (eine Form des Rundschildes). Daneben beschäftigt sich die Academia da Espada mit Stangenwaffen und der Interpretation von Quellen in Bezug auf das Montante des 16. und 17. Jahrhunderts.

Ton_edited.jpg

Ein besonderes Augenmerk liegt hier auf dem möglicherweise einzigen erhaltenen iberischen Fechtbuch ausserhalb von La Verdadera Destreza namens “Arte de Esgrima” von Domingo Luiz Godinho.

Als Fechtlehrer hat er neben seiner üblichen Tätigkeit in A Coruña, Seminare in Frankreich, Österreich, Italien, den Niederlanden, Irland, Griechenland, den USA, Australien, Polen, Russland, Schweden, Portugal und Spanien gegeben.